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Auf Distanz gehen – Workshop

Praktisches Know-How für den Umgang mit Verschwörungsmythen und Menschenfeindlichkeit

Zivilgesellschaftliche Initiativen in Thüringen sind massiven Beeinträchtigungen durch extrem rechte Verschwörungsmythen und menschenverachtende Haltungen ausgesetzt. Wie können wir intervenieren, wenn Teilnehmende bei einer Veranstaltung Desinformation verbreiten? Wie können wir langfristig handeln, wenn Bekannte in menschenfeindliche Erzählungen abdriften?

Im Workshop werden Ansätze für den Umgang mit Desinformation und rechtsextremen Erzählungen vorgestellt. Wir betrachten zunächst die Hintergründe, wie und warum rechtsextreme Erzählungen so viele Menschen erreichen. Anschließend lernen wir 10 präventive und intervenierende Gegenmaßnahmen sowie Tools zur professionellen Handlungsplanung kennen. Mit diesen entwickeln wir schließlich effektive Strategien für unterschiedliche Settings und Fälle der eigenen Praxis.

Referent*in: Phoebe Thiele ist als freiberufliche Bildungsreferent*in tätig unter anderem fürs Netzwerk für Demokratie und Courage. Ansätze der Distanzierungsarbeit, also der Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen, lernte sie bei Distanz e.V. in Weimar kennen und möchte diese gern an Interessierte weitergeben.

Die Teilnahme ist kostenlos. Es gibt ein gemeinsames, veganes Mittagessen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Demokratisch auf dem Dorf“ der hbs Thüringen statt.

Infos zu Barrieren:

Der Workshop-Raum ist durch eine 83cm breite Tür und über eine Stufe zugänglich. Es kann eine Rampe gelegt werden. Das WC ist nicht barrierefrei. Es befindet sich 1,5 Etagen oberhalb des Workshopsraums und ist nur über eine Treppe erreichbar. Zudem ist die Tür dort sehr schmal und der Raum ist sehr klein.

Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt.

Bei frühzeitig angemeldetem Bedarf (min. 4 Wochen vor der Veranstaltung) machen wir eine Kinderbetreuung möglich.

Ausschlussklausel: Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische oder menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

Radtour – Erinnerungsorten und Lokalgeschichte auf die Spur kommen

Was hat Jena, was hat der Saale-Holzland-Kreis (SHK) mit dem Nationalsozialismus zu tun?

Welche Orte hier sind mit Zwangsarbeit, Verfolgung und Widerstand verbunden?

Was bedeutet „Todesmarsch“ – und was passierte 1945 auf den Wegen zwischen Jena und dem Umland?

Diesen Fragen wollen wir uns vom 15. bis 17. April 2026 auf einer Fahrradtour durch den SHK widmen. Gemeinsam mit euch besuchen wir historische Orte, Gedenksteine und Erinnerungszeichen im SHK. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Fakten, sondern um das bewusste Erleben von Geschichte in der eigenen Umgebung. Wir fahren auf Wegen, die in den letzten Kriegswochen für KZ-Häftlinge zu Todesmarschrouten wurden, und setzen uns mit der Geschichte der Zwangsarbeit in der Region auseinander. An den einzelnen Stationen stellen wir außerdem aktuelle Erinnerungsprojekte vor, sprechen mit Engagierten vor Ort und diskutieren darüber, welche Bedeutung diese Orte heute für unser Zusammenleben haben.

Mittwoch, 15.04

9:30Uhr: Jugendzentrum Eastside Jena – Input und Einstieg

11:00/11:30Uhr: Großlöbichau – Input

Mittagspause (unterwegs)

14:30/15:00Uhr: Eisenberg, Friedenspark – Input vom Projekt 1000 Buchen

Übernachtung in Eisenberg

Abendprogramm – Austausch und Spiele

Donnerstag, 16.04

10:00Uhr: Start in Eisenberg

12:30Uhr: Stadtroda – Input Euthanasie und Stolperschwelle

Mittagessen in Stadtroda

Übernachtung in Stadtroda

Abendprogramm – Kochen und Filmabend

Freitag, 17.04

10:00Uhr: Gemeinsames Frühstück

12:00Uhr: Kahla – Rundgang zu Gedenkorten

Mittagspause in Kahla

14:00Uhr: Kahla – Gespräche zu Orten des Widerstands

ab 16:00Uhr: Ausklang

Rückfahrt nach Jena mit Zug oder Fahrrad