Bundesfamilienministerin dankt Initiatoren des Demokratieladens in Kahla für ihre Arbeit

Wir bedanken uns sehr für den Besuch von Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley und Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter. Gemeinsam kamen wir mit Engagierten und Unterstützer_innen ins Gespräch und wollen die Aussage von Frau Dr. Barlay bekräftigen: „Es gibt Leute, die aufgrund von Bedrohungen und rechtsextremen Angriffen ihre Heimat verlassen müssen. Politik muss das beim Namen nennen!“
Es braucht couragierte Menschen, die auf rechte, rassistische und andere Formen der Diskriminierung hinweisen und dagegensprechen, damit sie nicht unbemerkt bleiben. Rechte Angriffe und ausbleibende Solidarisierung mit Betroffenen dürfen sich nicht normalisieren und eine engagierte Haltung nicht durch Anfeindungen geschwächt werden.

Mehr dazu unter (TLZ) Bundesfamilienministerin dankt Initiatoren des Demokratieladens in Kahla für ihre Arbeit.

Wir dürfen nicht wegschauen

Gelungener Auftakt der Aktionswochen: 40 BesucherInnen diskutieren im Rathaus Kahla über „Angsträume“

Mit einer Podiumsdiskussion machte der Demokratieladen Kahla am 28.03.17 den Auftakt für die Aktionswo-chen zum Thema „Angsträume erkennen, ernst nehmen, auflösen. Strategien zur Selbstbehauptung“. Mitver-anstalter sind die SPD Kahla und die Evangelischen Kirchgemeinde Kahla. Zugleich wurde die Ausstellung „Angsträume. Opfer rechter Gewalt“ der mobilen Opferberatungsstelle ezra im Rathaus Kahla eröffnet.

Nach einem Grußwort der Bürgermeisterin Claudia Nissen-Roth betonten Michael Becker (Mitarbeiter im De-mokratieladen) und Franz Zobel (Mitarbeiter von ezra) die Notwendigkeit, Partei für Betroffene rechter Gewalt zu ergreifen und sich auch öffentlich mit ihnen zu solidarisieren. Franz Zobel strich heraus, dass extrem rechte Bedrohungszenarien in Kahla kaum Widerspruch finden.

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Kahlaer Akteursgruppe richtet sich gegen rechtsextreme Tendenzen

Ein Brandanschlag auf den Demokratieladen, Sachbeschädigungen am SPD-Bürgerbüro, Treffen von einschlägig bekannten Neonazis: Kahla hat seit einigen Jahren den Ruf einer rechtsextremen Hochburg an der B 88. Eine neu formierte Initiative will die Stadt jetzt in ein anderes Licht rücken.

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Kommentar vom Demokratieladen Kahla zum OTZ-Artikel „Kahlaer Akteursgruppe richtet sich gegen rechtsextreme Tendenzen“ (27.03.2017):

Rassistische, nationalistische, sexistische und andere Ungleichwertigkeitsvorstellungen werden von uns nicht geduldet!

Wir als Demokratieladen freuen uns sehr, dass wir Teil der neu entstandenen Akteursrunde in Kahla sind. Die gewichtige Bedeutung dieses zivilgesellschaftlichen Engagements zeigte sich erst gestern wieder in der Podiumsdiskussion im Rathaus Kahla unter dem Motto „Angsträume erkennen, ernst nehmen, auflösen.“

Es wurde noch einmal sehr deutlich, dass es couragierte Menschen braucht, die auf rechte, rassistische und andere Formen der Diskriminierung hinweisen und dagegensprechen, damit sie nicht unbemerkt bleiben. Rechte Angriffe und ausbleibende Solidarisierung mit Betroffen dürfen sich nicht normalisieren.
Wir möchten ein Ort für all jene sein, die von rechten Einschüchterungen und Übergriffen betroffen sind und Unterstützung benötigen. Mit denen, die durch menschenfeindliche Haltungen Andere ausschließen und damit direkt oder indirekt solche Übergriffe befördern, schließen wir den Dialog dagegen ausdrücklich aus.

Gemeinsam wollen wir demokratisches Engagement und Teilhabe verwirklichen. Durch unsere Arbeit und die Verknüpfung unserer Bemühungen wollen wir in der Öffentlichkeit stärker sichtbar werden und weitere Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich uns und der Akteursrunde anzuschließen.

An der Stelle möchten wir auf einen Artikel von Simone Raffael verweisen, die sich ausführlich und ehrlich der Frage stellt: „Mit Nazis reden?“
http://www.netz-gegen-nazis.de/…/soll-man-mit-neonazis-rede…

Zivilcourage-Blumen statt Angst-Räume

Pressemitteilung / Information / 13.02.2017

DemokratieLaden plant Ausstellung und Filmreihe

Seit dem Valentinstag sind im DemokratieLaden in Kahla ganz besondere Blumen und Kräuter zu sehen. Sie symbolisieren die Bestandteile von Zivilcourage, wie z.B. sozialen Mut, Menschenrechtsbewusstsein oder „original demokratische Würze“. Michael Becker, Mitarbeiter im Team des Demokratieladens erklärt: „Wir werben dafür, sich mit Courage für eine demokratische Kultur und Menschenrechte einzusetzen. Wir wenden uns an die Einzelnen aber auch an die gesamte Stadtgesellschaft. Und wir wollen zeigen, dass wir uns durch die Aktivitäten der extrem rechten Szene nicht einschüchtern lassen. Kahla wird bunt.“ Genau vor einem Jahr war auf den DemokratieLaden ein schwerer An-schlag verübt worden. Die Scheiben waren zerstört und im Eingang ein Brandsatz zur Explo-sion gebracht worden. Nur durch Glück kam es nicht zum Brand im Wohnhaus. Die Täter sind immer noch nicht ermittelt. Auch in jüngster Vergangenheit gab es neonazistische Schmierereien und Sachbeschädigungen.

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Brandsatz und eingeworfene Fenster

In der Nacht vom 14. auf den 15. Februar gab es Angriffe auf Institutionen in Kahla. Beim Bürgerbüro der SPD wurden Scheiben eingeworfen ebenso die Schaufenster des Demokratieladens, einige Meter weiter. Beim Demokratieladen wurde zudem ein Brandsatz im Türbereich gelegt, auch ein Brandbeschleuniger wurde dabei verwendet. Die Tür brannte im unteren Bereich leicht an, jedoch griff das Feuer nicht über. Über dem Demokratieladen sind Wohnungen, dass die unbeteiligten im Haus lebenden Personen nicht ernsthaft zu Schaden gekommen sind, war also nur Glück.
Das SPD-Büro wurde in der Vergangenheit bereits angefeindet. Der Demokratieladen war auch schon häufiger Ziel von Angriffen: Kurz nach der Eröffnung im Jahr 2013 wurde eine Scheibe des Ladens eingeschlagen. Im letzten Jahr häuften sich Bedrohungen und Schmierereien. Im August 2015 wurde das Logo in Teilen übersprüht, Mitte Dezember ein Hakenkreuz an die Scheibe des Projekts geschmiert.

Hier eine Stellungnahme der Koordinationsstelle des Lokalen Aktionsplanes Saale-Holzland-Kreis

Brandsatz und eingeworfene Fenster – Information der Koordinierungsstelle des LAP im SHK

Heft zu Geschichte Kahlas erschienen Peer Kösling „Verfolgung und Vernichtung der Kahlaer Juden 1933 – 1945“

Die Broschüre „Verfolgung und Vernichtung der_Kahlaer_Juden 1933 -1945″_3 .Auflage ist gedruckt und liegt bereit. Es kann in der Bibliothek in Kahla und im Demokratieladen zu den Öffnungszeiten (montags zwischen 13.00 und 17.00 Uhr) und in der Bibliothek in Kahla kostenlos abgeholt werden.

Die OTZ berichtete darüber:

OTZ Blick in dunkles Kapitel Kahlas